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Neurologie

Cannabis bei neuropathischen Schmerzen

Nervenschmerzen sind schwer zu behandeln. Medizinisches Cannabis zeigt bei neuropathischen Schmerzen besonders gute Wirksamkeit — auch wenn andere Therapien versagen.

Was sind Neuropathische Schmerzen?

Neuropathische Schmerzen (Nervenschmerzen) entstehen durch eine Schädigung oder Erkrankung des Nervensystems. Typisch sind brennende, stechende oder elektrisierende Schmerzen, Taubheitsgefühle und Überempfindlichkeit. Die Ursachen reichen von Diabetes über Gürtelrose bis hin zu Nervenverletzungen.

Neuropathische Schmerzen betreffen 7–10% der Bevölkerung. Sie sind besonders schwer zu behandeln, da herkömmliche Schmerzmittel (NSAR, Paracetamol) kaum wirken. Erste Wahl sind Antikonvulsiva und Antidepressiva, die jedoch häufig Nebenwirkungen verursachen.

Wie kann Cannabis bei Neuropathische Schmerzen helfen?

Cannabis wirkt bei neuropathischen Schmerzen über mehrere Mechanismen: THC aktiviert CB1-Rezeptoren im zentralen Nervensystem und moduliert die Schmerzweiterleitung. CBD wirkt über TRPV1-Rezeptoren und reduziert die neuronale Überaktivität.

Die Wirksamkeit von Cannabis bei neuropathischen Schmerzen ist die am besten belegte Indikation in der Cannabis-Medizin. Mehrere hochwertige klinische Studien bestätigen eine signifikante Schmerzreduktion, auch bei Patienten, die auf konventionelle Neuropathie-Medikamente nicht ausreichend ansprechen.

Schmerzreduktion

Cannabis reduziert die Intensität von Nervenschmerzen über das Endocannabinoid-System nachweislich.

Weniger Brennen

Das typische Brennen und Stechen bei Neuropathie kann durch Cannabis deutlich gelindert werden.

Allodynie lindern

Cannabis kann die Überempfindlichkeit bei Berührung (Allodynie) reduzieren, ein häufiges Neuropathie-Symptom.

Nervenschutz

CBD hat neuroprotektive Eigenschaften und kann einer weiteren Nervenschädigung entgegenwirken.

Besserer Schlaf

Neuropathische Schmerzen stören häufig den Schlaf. Cannabis kann die Nachtruhe verbessern.

Kombinationstherapie

Cannabis kann die Wirksamkeit von Antikonvulsiva und Antidepressiva ergänzen und deren Dosis reduzieren.

Studien & Evidenz

Die Cochrane Collaboration (Mücke et al., 2018) hat die Evidenz für Cannabis bei neuropathischen Schmerzen in einer systematischen Übersichtsarbeit bestätigt. Inhaliertes Cannabis zeigte eine statistisch signifikante Schmerzreduktion im Vergleich zu Placebo.[1]

Cannabis zeigt Wirksamkeit bei verschiedenen Formen neuropathischer Schmerzen, darunter diabetische Neuropathie, Post-Zoster-Neuralgie und chemotherapie-induzierte Neuropathie. Die European Pain Federation (EFIC) empfiehlt Cannabis als Drittlinientherapie bei neuropathischen Schmerzen.

Quellenverzeichnis

  1. [1] Mücke, M., Phillips, T., Radbruch, L., Petzke, F., & Häuser, W. (2018). Cannabis-based medicines for chronic neuropathic pain in adults. Cochrane Database of Systematic Reviews, 3(3), CD012182. doi:10.1002/14651858.CD012182.pub2

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