Zum Hauptinhalt springen
evidena care
Neuropsychiatrie

Cannabis bei ADHS

ADHS betrifft auch Erwachsene. Medizinisches Cannabis kann bei Konzentrationsproblemen, Impulsivität und innerer Unruhe helfen — besonders wenn Stimulanzien nicht vertragen werden.

Was ist ADHS?

ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) ist eine neurobiologische Entwicklungsstörung, die durch Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität gekennzeichnet ist. Entgegen verbreiteter Annahme betrifft ADHS nicht nur Kinder — etwa 60% der Betroffenen haben auch im Erwachsenenalter Symptome.

In der Schweiz sind schätzungsweise 3–5% der Erwachsenen betroffen. Viele werden erst spät diagnostiziert. Standardmedikamente wie Methylphenidat (Ritalin) helfen vielen Betroffenen, sind aber nicht für alle verträglich oder ausreichend wirksam.

Wie kann Cannabis bei ADHS helfen?

Das Endocannabinoid-System spielt eine zentrale Rolle bei der Regulation von Aufmerksamkeit, Impulskontrolle und emotionaler Verarbeitung. Forschungen deuten darauf hin, dass ADHS-Betroffene Veränderungen im Endocannabinoid-System aufweisen.

Cannabis — insbesondere bestimmte THC:CBD-Verhältnisse — kann bei ADHS-Patienten die innere Unruhe reduzieren, die Konzentrationsfähigkeit verbessern und den Schlaf fördern. Besonders Patienten, die Stimulanzien nicht vertragen oder nicht ausreichend davon profitieren, können von Cannabis profitieren.

Innere Ruhe

Cannabis kann die typische innere Unruhe und das Gedankenrasen bei ADHS reduzieren.

Konzentration

Bestimmte Cannabis-Sorten können die Fokussierungsfähigkeit und Aufmerksamkeitsspanne verbessern.

Impulskontrolle

THC und CBD können die Impulskontrolle unterstützen und emotionale Überreaktionen reduzieren.

Besserer Schlaf

Viele ADHS-Betroffene leiden unter Einschlafproblemen. Cannabis kann den Schlaf-Wach-Rhythmus regulieren.

Weniger Nebenwirkungen

Im Vergleich zu Stimulanzien hat Cannabis oft weniger Nebenwirkungen wie Appetitlosigkeit oder Herzrasen.

Emotionale Stabilität

Cannabis kann die emotionale Dysregulation, ein häufiges ADHS-Symptom, verbessern.

Studien & Evidenz

Eine randomisierte kontrollierte Studie im European Neuropsychopharmacology (Cooper et al., 2017) zeigte, dass das Cannabinoid-Medikament Sativex bei Erwachsenen mit ADHS die Hyperaktivität und Impulsivität verbesserte, bei guter Verträglichkeit.[1]

Obwohl die Datenlage noch begrenzt ist, berichten viele ADHS-Patienten über positive Erfahrungen. Weitere klinische Studien zur optimalen Dosierung und Cannabinoid-Zusammensetzung bei ADHS sind in Vorbereitung.

Quellenverzeichnis

  1. [1] Cooper, R. E., Williams, E., Seegobin, S., Tye, C., Kuntsi, J., & Asherson, P. (2017). Cannabinoids in attention-deficit/hyperactivity disorder: A randomised-controlled trial. European Neuropsychopharmacology, 27(8), 795–808. doi:10.1016/j.euroneuro.2017.05.005

So erhalten Sie Ihre Therapie

Mit evidena.care erhalten Sie Ihre Cannabis-Therapie bequem per Telemedizin

1

Online-Termin buchen

Wählen Sie einen passenden Termin für Ihre Video-Konsultation. Keine Anfahrt, keine Wartezeit.

2

Ärztliche Beratung

Besprechen Sie Ihre Beschwerden mit einem erfahrenen Arzt. Gemeinsam prüfen wir, ob Cannabis-Therapie für Sie geeignet ist.

3

Rezept erhalten

Bei positiver Indikation erhalten Sie ein Rezept, das Sie in jeder Schweizer Apotheke einlösen können.

4

Medikamente beziehen

Holen Sie Ihre Medikamente in einer unserer Partner-Apotheken ab oder lassen Sie sie sich nach Hause liefern.

Starten Sie Ihre Therapie

Buchen Sie jetzt Ihre Erstberatung und erfahren Sie, ob medizinisches Cannabis bei ADHS für Sie geeignet ist.

Beratung buchen