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Cannabis Konsum Schweiz: Statistische Einblicke und gesellschaftliche Auswirkungen

9 Min. Lesezeit
Medizinisches Fachpersonal in der Schweiz begutachtet Cannabisprodukte und statistische Unterlagen zum Cannabiskonsum

Der Cannabiskonsum in der Schweiz verändert sich seit einigen Jahren spürbar – sowohl in der gesellschaftlichen Wahrnehmung als auch in der medizinischen Praxis. Gleichzeitig bleibt Cannabis die am häufigsten konsumierte illegale Substanz des Landes. Für Patient:innen, Angehörige, Fachpersonen und Entscheider:innen im Gesundheitswesen stellt sich die Frage: Wie verbreitet ist der Konsum wirklich, welche Gruppen sind besonders betroffen, welche gesundheitlichen und sozio-ökonomischen Folgen sind belegt – und wie fügt sich die medizinische Nutzung in diesen Kontext ein? Dieser Beitrag ordnet aktuelle Zahlen, rechtliche Entwicklungen und medizinische Anwendungsfelder strukturiert ein und gibt Orientierung, wie ein informierter, gesundheitsorientierter Umgang mit Cannabis im Schweizer Kontext aussehen kann.

Cannabis Konsum Schweiz: Statistische Einblicke und gesellschaftliche Auswirkungen

Der Cannabiskonsum in der Schweiz ist ein Thema, das sowohl in der Gesellschaft als auch in der medizinischen Gemeinschaft intensiv diskutiert wird. Als die meist konsumierte illegale Substanz, bietet Cannabis in der Schweiz zahlreiche Facetten, die sowohl soziale als auch gesundheitliche Aspekte betreffen. In diesem Beitrag wird ein umfassender Überblick über aktuelle Statistiken und deren Implikationen auf die Schweizer Gesellschaft gegeben, mit einem speziellen Fokus auf Gesundheitsfakten und rechtliche Rahmenbedingungen.

Kurzüberblick: Was Sie in diesem Beitrag finden

Dieser Beitrag beleuchtet, wie verbreitet Cannabis in der Schweizer Bevölkerung ist, wie sich der Konsum nach Alter und Geschlecht unterscheidet, welche Formen problematischen Konsums beobachtet werden und welche Rolle medizinisches Cannabis im heutigen Gesundheitssystem einnimmt. Zudem werden rechtliche Grundlagen, sozio-ökonomische Auswirkungen sowie Präventions- und Aufklärungsangebote vorgestellt. Ziel ist es, eine sachliche, evidenzbasierte Grundlage zu schaffen, auf deren Basis Betroffene, Angehörige und Fachpersonen fundierte Entscheidungen treffen können – unabhängig davon, ob es um Freizeitkonsum, gesundheitliche Sorgen oder die Abklärung einer möglichen medizinischen Therapie mit Cannabis geht.

Verbreitung des Cannabiskonsums in der Schweiz

Aktuell konsumieren gemäss den neuesten verfügbaren Daten aus dem Jahr 2022 rund 7,6 % der Schweizer Bevölkerung im Alter von 15 bis 64 Jahren Cannabis. Innerhalb der letzten 30 Tage haben etwa 4 % der Bevölkerung, was etwa 223'000 Personen entspricht, Cannabis konsumiert. Männer konsumieren häufiger als Frauen, wobei besonders in der Altersgruppe zwischen 15 und 24 Jahren ein höherer Konsum zu beobachten ist. Doch warum ist Cannabis in dieser demografischen Gruppe so weit verbreitet?

Studien zeigen, dass der Konsum von Cannabis in jungen Jahren oft experimenteller Natur ist, jedoch mit zunehmendem Alter tendenziell abnimmt. Freizeitliche Nutzung, soziale Akzeptanz und Gruppendruck sind wesentliche Faktoren, die den Cannabiskonsum beeinflussen. Im Rahmen der Gesundheitsvorsorge bleibt es wichtig, den Konsum von Cannabis unter jugendlichen und jungen Erwachsenen im Kontext möglicher Risiken zu betrachten.

Neben den reinen Prävalenzzahlen lohnt sich auch ein Blick auf das Konsummuster. Ein Teil der Konsumierenden verwendet Cannabis nur wenige Male im Jahr in gesellschaftlichen Situationen, andere konsumieren regelmässig an Wochenenden, und eine kleinere Gruppe nutzt Cannabis beinahe täglich. Für die Einschätzung möglicher gesundheitlicher Folgen ist diese Differenzierung entscheidend: Während gelegentlicher Konsum vor allem im Zusammenhang mit Verkehrssicherheit und schulischer bzw. beruflicher Leistungsfähigkeit relevant ist, rücken bei häufigem Konsum insbesondere psychische Gesundheit, Abhängigkeitspotenzial und langfristige Alltagsbeeinträchtigungen in den Vordergrund. Für Fachpersonen im Gesundheitswesen ist es daher wichtig, im Gespräch nicht nur nach „Konsum: ja oder nein“ zu fragen, sondern auch Häufigkeit, Konsumform und Kontext systematisch zu erfassen.

Wie viele Menschen konsumieren Cannabis in problematischer Weise?

Ein problematischer Cannabiskonsum ist definiert als unkontrollierbarer Konsum mit negativen Konsequenzen auf die physische und psychische Gesundheit. Gemäss den Erhebungen von 2016 konsumieren etwa 1.1 % der Schweizer Bevölkerung Cannabis in einer Weise, die als problematisch einzustufen ist. Diese Zahl verdoppelt sich jedoch in der Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen auf 2.8 %. Solche Zahlen verdeutlichen die Notwendigkeit einer verbesserten Aufklärung und Prävention.

In der Praxis zeigt sich problematischer Konsum häufig durch wiederholte Schwierigkeiten, den Konsum zu reduzieren, durch Konflikte im familiären oder beruflichen Umfeld, Leistungsabfall in Schule oder Ausbildung, vermehrte psychische Belastung sowie durch das Vernachlässigen anderer Interessen zugunsten des Cannabiskonsums. Wichtig ist, dass problematischer Konsum nicht automatisch mit einer Abhängigkeit gleichzusetzen ist. Vielmehr handelt es sich um ein Spektrum, auf dem sich Betroffene bewegen. Je früher auffällige Muster erkannt und angesprochen werden, desto besser sind die Chancen, mit niedrigschwelligen Beratungs- oder Unterstützungsangeboten gegenzusteuern. Für Hausärzt:innen, Psycholog:innen und weitere Fachpersonen ist eine offene, nicht-stigmatisierende Ansprache entscheidend, damit Betroffene ihre Situation ehrlich schildern und gemeinsam mit Fachpersonen passende Schritte planen können.

Problematischer Konsum vs. medizinische Anwendung

Die Unterscheidung zwischen problematischem Konsum und ärztlich begleiteten medizinischen Anwendungen ist zentral. Während beim nicht-medizinischen Konsum oft Genuss, Entspannung oder Bewältigung von Stress im Vordergrund stehen, basiert die medizinische Verwendung auf einer klaren Indikation, einem strukturierten Therapieplan und einer regelmässigen Verlaufskontrolle. Für Patient:innen kann es hilfreich sein, im Gespräch mit Fachpersonen zu klären, ob Beschwerden wie Schlafstörungen, Schmerzen oder innere Unruhe aktuell mit selbst beschafftem Cannabis behandelt werden und ob ein geordneter, ärztlich unterstützter Ansatz eine sicherere Alternative darstellen könnte. So lassen sich Risiken gezielter adressieren und gleichzeitig mögliche therapeutische Effekte in einem kontrollierten Rahmen nutzen.

Rechtliche Rahmenbedingungen und deren Entwicklung

In der Schweiz ist der nicht-medizinische Gebrauch von Cannabis nach dem Betäubungsmittelgesetz verboten. Jedoch gibt es seit 2022 die Möglichkeit, Cannabis auf ärztliches Rezept für medizinische Zwecke zu verwenden. Weiterhin wurden Pilotversuche zur kontrollierten Abgabe von Cannabis für Genusszwecke initiiert, um neue Möglichkeiten zur künftigen Gesetzgebung zu erforschen. Diese rechtlichen Spielräume eröffnen neue Perspektiven für die medizinische Nutzung von Cannabis und zeigen den Wandel in der gesellschaftlichen Wahrnehmung.

Für Patient:innen und Angehörige ist es wichtig zu verstehen, dass der rechtliche Status von Cannabis je nach Verwendungszweck deutlich variiert. Während der gelegentliche Besitz geringer Mengen für den Freizeitgebrauch nach wie vor sanktioniert werden kann, besteht bei ärztlich verschriebenem medizinischem Cannabis ein klar geregelter, legaler Rahmen. Dieser umfasst unter anderem die Verschreibung durch zugelassene Ärzt:innen, die Abgabe über Apotheken sowie Dokumentations- und Kontrollpflichten. Parallel dazu liefern die laufenden Pilotprojekte zur regulierten Abgabe von Cannabis für Genusszwecke wichtige Erkenntnisse zur öffentlichen Gesundheit, zum Konsumverhalten und zur Marktregulierung. Die Ergebnisse dieser Projekte fliessen in politische Entscheidungsprozesse ein und können langfristig die rechtliche Landschaft weiter verändern.

Medizinische Nutzung von Cannabis: Chancen und Herausforderungen

Mit dem wachsenden Interesse an der medizinischen Nutzung von Cannabis rücken die potenziellen therapeutischen Möglichkeiten in den Fokus. Evidenzbasierte Studien legen nahe, dass die Anwendung von medizinischem Cannabis bei bestimmten chronischen und entzündlichen Erkrankungen von Vorteil sein kann. Die telemedizinische Plattform Evidena Care bietet einen modernen Ansatz, um Patient:innen in der Schweiz den Zugang zu solchen Behandlungsformen sicher und effizient zu ermöglichen.

Die medizinische Anwendung von Cannabis in der Schweiz erfolgt in der Regel, wenn etablierte Therapien nicht ausreichend wirksam waren oder schlecht vertragen wurden. Typische Einsatzgebiete umfassen chronische Schmerzen, Spastik, bestimmte neurologische Erkrankungen sowie belastende Symptome im Rahmen schwerer oder chronischer Krankheiten. Ärzt:innen wägen dabei sorgfältig Nutzen und Risiken ab, berücksichtigen Vorerkrankungen, bestehende Medikation und individuelle Lebensumstände. Gleichzeitig bestehen weiterhin wissenschaftliche Unsicherheiten, etwa zur optimalen Dosierung, zur Langzeitsicherheit in einzelnen Indikationen oder zu Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln. Diese offenen Fragen machen deutlich, wie wichtig eine strukturierte ärztliche Begleitung ist. Telemedizinische Angebote können hier unterstützen, indem sie eine kontinuierliche Verlaufskontrolle, Anpassung der Therapie und eine niedrigschwellige Erreichbarkeit von Fachpersonen ermöglichen – auch für Patient:innen in Regionen mit begrenzter Versorgung.

Sozio-ökonomische Auswirkungen des Cannabiskonsums

Die sozio-ökonomischen Auswirkungen des Cannabiskonsums in der Schweiz sind vielschichtig. Neben den direkten Kosten im Zusammenhang mit der Strafverfolgung von Cannabisdelikten, welche 2023 in rund 9'000 registrierten Verstössen niederschlugen, sind die indirekten Kosten im Bereich der Gesundheitsversorgung nicht zu vernachlässigen. Gleichzeitig wird argumentiert, dass ein regulierter Markt positive wirtschaftliche Effekte generieren könnte, wie durch Steuereinnahmen und die Schaffung neuer Arbeitsplätze im Cannabis-Sektor.

Aus gesundheitsökonomischer Sicht ist relevant, wie sich Cannabiskonsum auf Arbeitsfähigkeit, Produktivität und Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen auswirkt. Häufiger oder problematischer Konsum kann zu wiederholten Arztkonsultationen, Notfallbesuchen oder psychiatrischen Behandlungen führen. Gleichzeitig entstehen Kosten durch Schulabbrüche, Schwierigkeiten beim Berufseinstieg oder wiederholte Arbeitsplatzwechsel. Diese Faktoren betreffen nicht nur die direkt betroffenen Personen, sondern auch Arbeitgeber:innen, Sozialversicherungen und das Gesundheitssystem insgesamt. Auf der anderen Seite können klar regulierte Märkte mit Qualitätskontrollen, Informationspflichten und Präventionsprogrammen dazu beitragen, Risiken zu begrenzen und gleichzeitig Ressourcen freizusetzen, die bislang vor allem in die Strafverfolgung geflossen sind. Für politische Entscheide sind darum sowohl gesundheitliche als auch wirtschaftliche Aspekte sorgfältig gegeneinander abzuwägen.

Umgang mit Cannabis in der Gesellschaft: Prävention und Aufklärung

Prävention und Aufklärung sind entscheidende Elemente, um die negativen Folgen des Cannabiskonsums zu minimieren. Schulen sowie öffentliche Gesundheitseinrichtungen spielen dabei eine zentrale Rolle. Initiativen wie das „bildung + gesundheit Netzwerk Schweiz“ und die Plattform „SafeZone“ bieten wertvolle Hilfe bei der Früherkennung und Intervention in problematischen Konsummustern. Solche Programme sind darauf ausgerichtet, eine fundierte Wissensbasis für einen verantwortungsvollen Umgang mit Cannabis zu schaffen.

Wirksame Prävention orientiert sich an der Lebensrealität der Zielgruppen. Für Jugendliche bedeutet dies, nicht nur Risiken zu benennen, sondern auch Kompetenzen im Umgang mit Gruppendruck, Stress und emotionalen Belastungen zu fördern. Für Eltern und Lehrpersonen spielt die Fähigkeit, Veränderungen im Verhalten wahrzunehmen und Gespräche offen, aber klar zu führen, eine wichtige Rolle. Bei jungen Erwachsenen, Studierenden oder Auszubildenden rücken zudem Themen wie Leistungsdruck, Schlafprobleme oder Feiern in den Vordergrund. Hier können niedrigschwellige Online-Beratungsangebote, anonyme Chats oder telemedizinische Erstgespräche eine Brücke schlagen, bevor sich problematische Muster verfestigen. Gleichzeitig ist es zentral, medizinische Nutzung und Freizeitkonsum kommunikativ sorgfältig zu trennen, damit Patient:innen, die seriös geführte Cannabistherapien erhalten, nicht stigmatisiert werden.

Zukunftsperspektiven: Die Rolle von Cannabis in der modernen Therapie

Die Forschung im Bereich der Cannabistherapie steht erst am Anfang. Dennoch zeigen erste Ergebnisse vielversprechende Anwendungen, die weit über die Schmerztherapie hinausgehen. In Zukunft könnten personalisierte Ansätze zur Cannabistherapie in der Telemedizin eine zentrale Rolle im Gesundheitswesen einnehmen. Die Kombination von medizinischem Wissen mit technologischen Entwicklungen schafft neue Horizonte für die Gesundheitsbranche in der Schweiz.

Langfristig ist zu erwarten, dass Erkenntnisse aus klinischen Studien und Versorgungsforschung zu differenzierteren Therapiekonzepten führen. Dazu gehört unter anderem eine genauere Zuordnung, welche Patient:innen von welchen Cannabis-basierten Präparaten am ehesten profitieren könnten, wie Dosierungen sicher angepasst werden können und wie sich die Therapie in bestehende Behandlungspfade integrieren lässt. Telemedizinische Plattformen können helfen, Erfahrungen aus der Praxis systematisch zu sammeln, unerwünschte Wirkungen frühzeitig zu erkennen und Therapieerfolge strukturiert zu dokumentieren. Gleichzeitig wird die Rolle von Apotheken als Schnittstelle zwischen Ärzt:innen, Patient:innen und regulatorischen Vorgaben weiter an Bedeutung gewinnen. Für die Schweiz eröffnet sich damit die Chance, ein qualitativ hochstehendes, gut dokumentiertes Versorgungsmodell für medizinisches Cannabis zu entwickeln, das Sicherheit und Zugänglichkeit in Einklang bringt.

Jahr Konsumquote (Letzter Monat) Konsumquote (Letzte 12 Monate)
2017 3,9 % 7,5 %
2018 4,1 % 7,8 %
2022 4,0 % 7,6 %

Häufig gestellte Fragen

Wie verbreitet ist Cannabiskonsum in der Schweiz aktuell?

Gemäss den aktuellsten verfügbaren Daten konsumieren rund 7,6 % der 15- bis 64-Jährigen in der Schweiz innerhalb von 12 Monaten Cannabis. Etwa 4 % der Bevölkerung – rund 223'000 Personen – berichten einen Konsum in den letzten 30 Tagen. Besonders ausgeprägt ist der Konsum in der Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen, wobei Männer häufiger konsumieren als Frauen. Hinter diesen Zahlen verbergen sich unterschiedliche Muster, von gelegentlichem Konsum in gesellschaftlichen Situationen bis hin zu häufigem Konsum mit potenziell problematischen Auswirkungen.

Was versteht man unter problematischem Cannabiskonsum?

Von problematischem Cannabiskonsum wird gesprochen, wenn der Konsum schwer kontrollierbar wird und negative Folgen für körperliche oder psychische Gesundheit, Alltag oder Beziehungen hat. In der Schweiz sind gemäss Erhebungen rund 1,1 % der Bevölkerung betroffen, bei den 15- bis 24-Jährigen liegt dieser Anteil bei etwa 2,8 %. Typische Anzeichen sind Schwierigkeiten, den Konsum zu reduzieren, Leistungsabfall in Schule oder Beruf, Konflikte im sozialen Umfeld oder die Vernachlässigung anderer Aktivitäten zugunsten des Konsums. Eine frühzeitige, fachliche Einschätzung kann helfen, passende Unterstützungsangebote zu finden.

Ist Cannabis in der Schweiz legal oder illegal?

Der nicht-medizinische Gebrauch von Cannabis ist in der Schweiz weiterhin verboten und unterliegt dem Betäubungsmittelgesetz. Gleichzeitig gibt es seit 2022 die Möglichkeit, medizinisches Cannabis auf ärztliches Rezept zu erhalten. Dieses wird über Apotheken abgegeben und unterliegt klar definierten rechtlichen Vorgaben. Zusätzlich laufen in mehreren Städten und Regionen Pilotprojekte zur regulierten Abgabe von Cannabis für Genusszwecke. Diese Projekte sollen Erkenntnisse für eine mögliche zukünftige Regulierung liefern, ändern aber nichts daran, dass der allgemeine Freizeitkonsum ausserhalb solcher Projekte rechtlich eingeschränkt bleibt.

Wann kann medizinisches Cannabis in der Schweiz eingesetzt werden?

Medizinisches Cannabis wird in der Schweiz vor allem dann eingesetzt, wenn etablierte Therapien bei bestimmten chronischen oder schweren Erkrankungen unzureichend wirken oder schlecht vertragen werden. Dazu gehören unter anderem chronische Schmerzen, spastische Beschwerden oder Symptome im Rahmen neurologischer Erkrankungen. Die Entscheidung für eine Cannabistherapie trifft eine Ärztin oder ein Arzt nach sorgfältiger Abklärung der Vorgeschichte, der bisherigen Behandlungen und der individuellen Risiken. Eine regelmässige Verlaufskontrolle ist fester Bestandteil der Therapie, häufig unterstützt durch telemedizinische Angebote.

Wo finden Betroffene und Angehörige Unterstützung bei Fragen zu Cannabiskonsum?

In der Schweiz stehen verschiedene Anlaufstellen zur Verfügung: Hausärzt:innen, Suchtberatungsstellen, Online-Angebote wie SafeZone sowie Fachpersonen aus Psychiatrie und Psychologie können bei der Einschätzung von Konsummustern und möglichen Risiken unterstützen. Für Fragen zur medizinischen Anwendung von Cannabis bieten spezialisierte Plattformen, telemedizinische Angebote und erfahrene Apotheken zusätzliche Orientierung. Wichtig ist, dass Betroffene frühzeitig und ohne Scheu Hilfe suchen, wenn Unsicherheiten, gesundheitliche Beschwerden oder Konflikte im Zusammenhang mit Cannabiskonsum auftreten.

Quellen

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