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Ein umfassender Überblick über CBD Produkte in der Schweiz

13 Min. Lesezeit
Innenansicht einer professionellen Schweizer Anlage mit Hanfpflanzen unter künstlicher Beleuchtung

CBD Produkte haben sich in der Schweiz vom Nischenangebot zu einem sichtbaren Bestandteil des Gesundheits- und Lifestylemarktes entwickelt. Gleichzeitig sind die rechtlichen Vorgaben komplex, die Qualitätsunterschiede gross und die Erwartungen vieler Konsument:innen hoch. Dieser Beitrag bietet einen fundierten, praxisnahen Überblick zu CBD Produkten in der Schweiz – mit Fokus auf Rechtslage, Qualität, Produktarten und verantwortungsbewusster Anwendung.

Ein umfassender Überblick über CBD Produkte in der Schweiz

Einleitung: Der Stellenwert von CBD in der Schweiz

Die Verwendung von Cannabidiol (CBD) hat sich weltweit zu einem bedeutenden Thema entwickelt, insbesondere in der Schweiz, die für ihre liberalen Richtlinien bekannt ist. CBD, ein nicht-psychoaktiver Bestandteil der Cannabispflanze, erfreut sich wachsender Beliebtheit aufgrund seiner vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten in verschiedenen Produkten. Der folgende Überblick bietet eine detaillierte Betrachtung der aktuellen Markt- und Rechtslage von CBD Produkten in der Schweiz und beleuchtet die relevanten Aspekte, die Konsumenten und Verkäufer beachten müssen.

In der Schweiz hat sich rund um CBD in kurzer Zeit ein vielseitiger Markt entwickelt: von Ölen und Kapseln über Kosmetika bis hin zu E-Liquids und Rohhanf-Produkten. Gleichzeitig bestehen bei vielen Menschen Unsicherheiten: Welche CBD Produkte sind legal? Wo liegen die Unterschiede zu medizinischem Cannabis mit THC? Welche Qualitätsmerkmale sind entscheidend und wie lassen sich seriöse von weniger seriösen Angeboten unterscheiden? Dieser Beitrag ordnet die wichtigsten Fragen ein und zeigt, worauf Konsument:innen und Anbieter im Alltag konkret achten sollten.

CBD Produkte ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Wer bestehende Erkrankungen hat, regelmässig Medikamente einnimmt oder CBD gezielt therapeutisch einsetzen möchte, sollte die Verwendung immer mit einer Ärztin oder einem Arzt besprechen und sich an die rechtlichen Vorgaben in der Schweiz halten.

CBD in der Schweiz: Überblick über rechtliche Rahmenbedingungen

In der Schweiz unterliegt CBD nicht dem Betäubungsmittelgesetz, da es im Gegensatz zu Tetrahydrocannabinol (THC) keine psychoaktive Wirkung hat. Der rechtliche Umgang mit CBD Produkten ist jedoch komplex und differenziert. Produkte dürfen nur bis zu einem THC-Gehalt von 1% aufweisen. Diese Regelung hebt die Schweiz von vielen anderen europäischen Ländern ab, wo der erlaubte THC-Gehalt oft bei 0,2-0,3% liegt. Trotz der liberaleren Gesetze in der Schweiz müssen Anbieter sorgfältige Deklarationen vornehmen und spezifische Vorschriften einhalten, um die Konformität der Produkte zu gewährleisten.

Neben der THC-Grenze spielt die Zuordnung der Produkte zu verschiedenen Rechtsbereichen eine zentrale Rolle. Je nach Zweck und Aufmachung können CBD Produkte als Tabakersatzprodukte, Chemikalien, Gebrauchsgegenstände, Kosmetika, potenzielle Arzneimittel oder – in einzelnen Fällen – als technische Produkte gelten. Für jede dieser Kategorien gelten eigene Vorschriften zu Sicherheit, Kennzeichnung, Vertrieb und Werbung. Für Konsument:innen ist wichtig zu wissen, dass identisch aussehende Produkte rechtlich sehr unterschiedlich beurteilt werden können. Für Anbieter bedeutet dies, dass sie vor der Markteinführung klären müssen, in welche Kategorie ihr Produkt fällt und welche Gesetze und Verordnungen dadurch verbindlich werden.

Cannabispflanzen in einer professionellen Schweizer Indoor-Anlage mit kontrollierter Beleuchtung

Produktkategorien und Einstufung von CBD in der Schweiz

Die rechtliche Einstufung von CBD Produkten in der Schweiz hängt stark von der Zweckbestimmung, der Darreichungsform und der Bewerbung ab. Gleiches CBD Extrakt kann – je nach Formulierung und Vermarktung – unter ganz verschiedene Regulierungen fallen. Für den Markt haben sich in der Praxis einige typische Kategorien herausgebildet, die Orientierung geben, ohne jedoch alle Einzelfälle abzudecken.

Im Alltag ist für Konsument:innen vor allem wichtig zu erkennen, ob ein Produkt als Genussmittel, als kosmetisches Produkt, als technischer Artikel oder als Arzneimittel verstanden werden soll. Hinweise geben die Kennzeichnung, die Art der Angaben zu Dosierung und Anwendung sowie die konkrete Platzierung im Handel (z.B. Kiosk, Fachgeschäft, Apotheke, ärztliche Abgabe). Je klarer Hersteller und Händler diese Zuordnung vornehmen, desto besser lassen sich Fehlanwendungen, falsche Erwartungen und rechtliche Konflikte vermeiden.

CBD in Kosmetika

Beispielsweise darf CBD in Kosmetika nur eingesetzt werden, wenn die Produkte hinreichend deklariert sind und keine pharmakologische Wirkung haben. Für kosmetische Mittel steht die Pflege, Reinigung oder Verschönerung der Haut im Vordergrund, nicht die Behandlung von Krankheiten. Hersteller müssen die Zusammensetzung, die Zweckbestimmung, allfällige Warnhinweise und eine verantwortliche Person angeben. Zudem gelten EU-weit harmonisierte Vorgaben zur Kosmetik-Sicherheit, die auch in der Schweiz berücksichtigt werden.

Für Konsument:innen bedeutet dies: Ein CBD-haltiges Gel, Serum oder eine Creme darf keine medizinischen Heilversprechen enthalten und sollte klar als Kosmetik erkennbar sein. Formulierungen wie "beruhigende Pflege" oder "Feuchtigkeitsspendende Creme" sind zulässig, während Aussagen zu konkreten Krankheitsbildern problematisch sind. Wer CBD bei Hauterkrankungen einsetzen möchte, sollte dies mit einer Dermatologin oder einem Dermatologen besprechen und sich nicht ausschliesslich auf frei verkäufliche Kosmetika verlassen.

CBD und Lebensmittelrecht

Für Lebensmittel ist die Inverkehrbringung derzeit untersagt, da es hierzu keine ausreichende Zulassung gibt. Hintergrund ist die Einstufung von CBD als sogenanntes Novel Food in der EU, womit eine vorgängige Sicherheitsprüfung und Zulassung erforderlich wäre. Die Schweizer Behörden orientieren sich an diesen Vorgaben, weshalb CBD-haltige Lebensmittel ohne entsprechende Bewilligung nicht rechtmässig auf den Markt gebracht werden dürfen. Dies betrifft unter anderem CBD-angereicherte Snacks, Getränke oder Öle mit ausdrücklicher Lebensmittelkennzeichnung.

Praktisch relevant ist, dass einzelne Produkte dennoch im Umlauf sein können, etwa über Online-Shops oder grenzüberschreitenden Handel. Aus Konsument:innensicht ist hier erhöhte Vorsicht geboten, da solche Artikel nicht den rechtlichen Anforderungen entsprechen und ihre Zusammensetzung und Dosierung häufig unklar sind. Wer CBD nutzen möchte, sollte auf klar deklarierte Produktkategorien ausweichen und sich bei Unsicherheiten an Fachpersonen aus dem Gesundheitswesen oder spezialisierten Fachhandel wenden.

Schlüsselaspekte von CBD Produkten: Was Verbraucher wissen müssen

Rechtslage und Hauptherausforderungen

Die rechtliche Einstufung von CBD erfordert eine präzise Betrachtung der Verwendungsmöglichkeiten. Beispielsweise darf CBD in Kosmetika nur eingesetzt werden, wenn die Produkte hinreichend deklariert sind und keine pharmakologische Wirkung haben. Für Lebensmittel ist die Inverkehrbringung derzeit untersagt, da es hierzu keine ausreichende Zulassung gibt.

Für Verbraucher:innen entsteht dadurch eine Situation, in der zwar viele CBD Produkte verfügbar sind, die rechtliche Einordnung aber nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich ist. Hinzu kommen online kursierende Aussagen zu angeblichen Wirkungen, die nicht immer mit der offiziellen Bewertung oder dem Wissensstand der Behörden übereinstimmen. Eine wesentliche Herausforderung besteht darin, seriöse Informationen von Marketingaussagen zu trennen und Angebote zu bevorzugen, die transparent über Produktart, Einsatzgebiet und rechtliche Grundlage informieren. Wer CBD einsetzen möchte, sollte sich nicht nur auf Produktetiketten verlassen, sondern bei Unsicherheiten zusätzliche Informationsquellen nutzen.

Anforderungen an Anbieter

Händler müssen eine Vielzahl von rechtlichen Vorgaben beachten, darunter die Einhaltung des maximalen THC-Gehalts, Produktüberprüfungen durch Laboranalysen sowie korrekte Deklarationen und Alterskontrollen. Werbeversprechen, die auf gesundheitsfördernde Wirkungen abzielen, sind untersagt, es sei denn, sie beziehen sich auf zugelassene Arzneimittel.

Darüber hinaus sind Anbieter gefordert, ihre internen Abläufe an die sich weiterentwickelnden Rechtsgrundlagen anzupassen. Dazu gehören nachvollziehbare Lieferketten, verlässliche Analysenzertifikate, Schulungen für Verkaufspersonal und ein sorgfältiger Umgang mit Fragen von Kund:innen. Seriöse Anbieter kommunizieren klar, wofür ihre Produkte gedacht sind – und wofür nicht. Sie verzichten auf unbelegte Heilsversprechen, verweisen bei medizinischen Fragen auf Ärztinnen und Ärzte und nehmen Rückmeldungen zu unerwünschten Reaktionen ernst. Für den langfristigen Erfolg am Markt ist es entscheidend, dass die Produkte nicht nur formal konform, sondern auch aus Sicht von Sicherheit und Transparenz überzeugend sind.

Für Anbieter von CBD Produkten lohnt sich eine enge Orientierung an behördlichen Leitlinien und aktuellen Fachinformationen. Dies reduziert rechtliche Risiken, stärkt das Vertrauen von Konsument:innen und unterstützt eine nachhaltige Entwicklung des Schweizer CBD Marktes.

Die Bedeutung von Qualität und Transparenz

Für Konsumenten ist es entscheidend, nur hochwertige CBD Produkte mit nachweislich getesteten Inhaltsstoffen zu erwerben. Nicht konforme oder verunreinigte Produkte können gesundheitliche Risiken bergen. Verbraucher sollten daher auf die Transparenz beim Anbieter achten, z.B. durch Einsicht in Laborberichte oder durch Herstellerangaben zur Produktsicherheit.

Zu den wichtigsten Qualitätssignalen zählen nachvollziehbare Angaben zum Ursprung des Hanfs, zur Extraktionsmethode und zum tatsächlichen Gehalt an CBD und THC. Analysenzertifikate unabhängiger Labore sollten die Chargenqualität belegen und im Idealfall auch mögliche Rückstände wie Pestizide, Schwermetalle oder Lösungsmittel erfassen. Transparente Anbieter erklären, wie sie die Einhaltung der Schweizer Vorgaben sicherstellen, und stellen relevante Informationen leicht zugänglich zur Verfügung – etwa über QR-Codes auf der Verpackung oder über übersichtliche Produktinformationsseiten.

Typische Qualitätsmerkmale seriöser CBD Produkte

Ein seriöses CBD Produkt zeichnet sich unter anderem durch eine klare Deklaration der Inhaltsstoffe, die Angabe der CBD-Konzentration, den Hinweis auf den THC-Gehalt sowie durch Kontaktangaben zum Hersteller oder Importeur aus. Verpackung und Etikett sollten gut lesbar sein, eine Chargennummer enthalten und gegebenenfalls Hinweise zur Lagerung und Verwendung geben. Zusätzlich ist wichtig, dass das Produkt in einer Form angeboten wird, die zur angegebenen Zweckbestimmung passt (beispielsweise Hautcreme als Kosmetik, E-Liquid als Inhalationsprodukt für Erwachsene).

Für Konsument:innen kann es hilfreich sein, Produkte verschiedener Anbieter zu vergleichen und gezielt nach Laborberichten oder unabhängigen Prüfungen zu fragen. Ein auffällig niedriger Preis, fehlende Kontaktangaben oder widersprüchliche Informationen auf der Verpackung können Hinweise auf eine geringere Zuverlässigkeit sein. Wer CBD regelmässig nutzen möchte, profitiert meist davon, sich für einen Anbieter zu entscheiden, der über längere Zeit konsistent Qualität und Transparenz zeigt.

Arten von CBD Produkten in der Schweiz

CBD ist in der Schweiz in unterschiedlichen Produktformen erhältlich, die sich in Anwendung, Zusammensetzung und rechtlicher Einstufung unterscheiden können. Gängige Formen sind beispielsweise CBD Öle und Tinkturen, Kapseln, Kosmetika, E-Liquids, Roh-Hanfblüten mit niedrigem THC-Gehalt oder spezielle Produkte für Tiere. Welche Form sinnvoll ist, hängt von der gewünschten Anwendung, der persönlichen Präferenz und den jeweiligen rechtlichen Rahmenbedingungen ab.

Während einige Produkte klar als Genuss- oder Lifestyle-Produkte konzipiert sind, stehen bei anderen eher Wohlbefinden, Entspannung oder Hautpflege im Vordergrund. Entscheidend ist, dass Konsument:innen die Informationen auf der Verpackung sorgfältig lesen und Produkte entsprechend der vorgesehenen Zweckbestimmung verwenden. So lassen sich Missverständnisse vermeiden, und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass das gewählte Produkt den eigenen Erwartungen näherkommt.

CBD Öle und Tinkturen

CBD Öle und Tinkturen gehören zu den bekanntesten Formen, in denen Cannabidiol angeboten wird. Sie bestehen typischerweise aus einem Trägeröl (z.B. MCT-Öl, Hanfsamenöl) und einem standardisierten CBD Extrakt. Die Konzentration des CBD wird meist in Prozent oder Milligramm angegeben. In der Schweiz werden solche Produkte, je nach Aufmachung, häufig als technische Artikel oder Produkte ohne spezifische Zweckbestimmung eingeordnet, sofern sie nicht als Lebensmittel oder Arzneimittel ausgelobt werden.

Für die praktische Anwendung orientieren sich viele Nutzer:innen an den Empfehlungen der Hersteller, wobei individuelle Unterschiede gross sein können. Wer ein CBD Öl verwenden möchte, sollte mit einer niedrigen Menge beginnen und die Verträglichkeit beobachten. Bei Unsicherheiten – insbesondere bei bestehenden Erkrankungen oder gleichzeitiger Medikamenteneinnahme – ist eine ärztliche Beratung sinnvoll. Wichtig ist zudem, nur Produkte zu verwenden, deren THC-Gehalt klar deklariert ist und die innerhalb der Schweizer Grenzwerte liegen.

CBD in Kosmetik- und Pflegeprodukten

Wie bereits erwähnt, findet CBD zunehmend Verwendung in kosmetischen Produkten wie Cremes, Salben, Seren oder Badezusätzen. Im Mittelpunkt steht hier die äussere Anwendung auf der Haut. Hersteller betonen oft pflegende, beruhigende oder feuchtigkeitsspendende Eigenschaften, ohne konkrete medizinische Heilversprechen zu machen. Die Wirksamkeit solcher Produkte hängt nicht nur vom CBD-Gehalt ab, sondern auch von der gesamten Formulierung, also von den übrigen Inhaltsstoffen und deren Qualität.

Für Menschen mit empfindlicher Haut oder Allergien ist ein Blick auf die vollständige Zutatenliste (INCI) wichtig. Testanwendungen auf einer kleinen Hautstelle können helfen, die individuelle Verträglichkeit einzuschätzen. Wer ausgeprägte oder länger anhaltende Hautbeschwerden hat, sollte nicht ausschliesslich auf kosmetische CBD Produkte setzen, sondern dermatologische Abklärung und Beratung hinzuziehen.

Andere CBD Produktformen

Neben Ölen und Kosmetika gibt es weitere CBD Produktformen, beispielsweise E-Liquids für E-Zigaretten, Roh-Hanfblüten mit niedrigem THC-Gehalt, Kapseln oder spezielle Präparate für Tiere. Diese Produkte unterliegen je nach Ausgestaltung unterschiedlichen rechtlichen Bestimmungen, etwa im Bereich Tabakersatzprodukte, Chemikalienrecht oder Tierarzneimittel. Für jedes dieser Segmente gelten spezifische Anforderungen an Herstellung, Vertrieb und Bewerbung.

Für Konsument:innen ist zentral, dass sie Eignung und Zweckbestimmung eines Produktes realistisch einschätzen. So unterscheidet sich etwa die Inhalation eines CBD E-Liquids deutlich von der äusseren Anwendung eines CBD-Balsams. Unterschiede können sich nicht nur in der Wirkung, sondern auch in den potenziellen Risiken und in den rechtlichen Vorgaben (z.B. Altersgrenzen, Verkaufsstellen) zeigen. Ein bewusster Umgang und die Orientierung an seriösen Informationsquellen unterstützen einen verantwortungsvollen Einsatz dieser Produkte.

Mögliche Anwendungen von CBD und deren medizinische Relevanz

  • Schmerzlinderung: CBD wird aufgrund seiner potentiellen entzündungshemmenden Eigenschaften in der Schmerztherapie eingesetzt.
  • Angstzustände: Einige Studien deuten darauf hin, dass CBD bei der Linderung von Angstzuständen helfen könnte.
  • Hautpflege: In der Kosmetik wird CBD aufgrund seiner beruhigenden Effekte auf die Haut geschätzt.

Die genannten Anwendungsfelder spiegeln Bereiche wider, in denen CBD wissenschaftlich untersucht wird oder in der Praxis diskutiert wird. Dabei ist zu unterscheiden zwischen zugelassenen Arzneimitteln mit genau definierten Wirkstoffen und Dosierungen einerseits und frei verkäuflichen CBD Produkten andererseits. Während im Rahmen medizinischer Therapien unter ärztlicher Verantwortung gezielt bestimmte Beschwerden adressiert werden können, dienen frei verkäufliche CBD Produkte in der Regel nicht der Behandlung klar definierter Krankheiten. Aussagen zur Wirksamkeit müssen sich am aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand und an regulatorischen Vorgaben orientieren. Für Konsument:innen ist wichtig, nicht von frei erhältlichen Produkten dieselbe Evidenzlage und denselben Zulassungsstatus zu erwarten wie von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln.

Abgrenzung zu medizinischem Cannabis und ärztlicher Behandlung

CBD Produkte, die frei im Handel erhältlich sind, unterscheiden sich von medizinischem Cannabis, das unter ärztlicher Kontrolle eingesetzt wird. Medizinisches Cannabis kann THC enthalten und unterliegt strengeren rechtlichen Vorgaben, einschliesslich Betäubungsmittelrecht, Verschreibungspflicht und spezifischer Qualitätsanforderungen. Ärztinnen und Ärzte berücksichtigen bei der Verordnung insbesondere Diagnose, Begleiterkrankungen, mögliche Wechselwirkungen und bisherige Therapieversuche.

Wer CBD gezielt zur Unterstützung bei Schmerzen, Schlafproblemen oder psychischer Belastung einsetzen möchte, sollte eine ärztliche Einschätzung einholen – insbesondere, wenn bereits Medikamente eingenommen werden oder chronische Erkrankungen bestehen. So lässt sich klären, ob ein medizinischer Einsatz von Cannabis oder Cannabinoiden sinnvoll und rechtlich möglich ist, oder ob eher allgemeine Massnahmen, andere Therapien oder unterstützende Angebote angezeigt sind.

Verantwortungsvoller Umgang mit CBD: Praktische Hinweise

Ein bewusster, informierter Umgang mit CBD Produkten ist zentral, um realistische Erwartungen zu haben und mögliche Risiken zu minimieren. Dazu gehört, sich vor dem Kauf über die rechtliche Situation, die Produktart und die Qualitätsmerkmale zu informieren. Einzelne Personen können auf CBD unterschiedlich reagieren, weshalb eine vorsichtige Herangehensweise sinnvoll ist, insbesondere bei Erstanwendung oder bei bestehenden gesundheitlichen Problemen.

Wer sich für CBD entscheidet, sollte Produkte bevorzugen, die klare Angaben zu Inhaltsstoffen, CBD- und THC-Gehalt sowie eine nachvollziehbare Herstelleradresse bieten. Der Verzicht auf übertriebene Heilsversprechen und die Orientierung an seriösen Informationsquellen sind gute Indikatoren für ein verantwortungsbewusstes Angebot. Bei Unsicherheiten oder Beschwerden ist eine ärztliche Einschätzung immer wichtiger als der ausschliessliche Rückgriff auf Selbstmedikation mit frei verkäuflichen Produkten.

Die Schweiz hat sich innerhalb Europas als Standort mit vergleichsweise liberaler Regelung für Produkte mit niedrigem THC-Gehalt etabliert. Dies hat zur Entstehung eines dynamischen CBD Marktes mit zahlreichen Produzenten, Verarbeitern und Händlern geführt. Parallel dazu befassen sich Behörden, Fachkreise und Forschungseinrichtungen zunehmend mit der Frage, wie Qualität, Sicherheit und korrekte Information noch besser gewährleistet werden können.

Zu den absehbaren Entwicklungen gehört eine weitere Professionalisierung der Branche, etwa durch standardisierte Qualitätskontrollen, transparentere Lieferketten und stärkere Orientierung an wissenschaftlichen Erkenntnissen. Gleichzeitig ist davon auszugehen, dass der rechtliche Rahmen regelmässig überprüft und angepasst wird, um neue Produktformen, Erkenntnisse und internationale Entwicklungen angemessen zu berücksichtigen. Für Konsument:innen bedeutet dies, dass sich das Informationsumfeld rund um CBD kontinuierlich weiterentwickelt und es sinnvoll ist, auf aktuelle, vertrauenswürdige Quellen zu achten.

Fazit: Ausblick auf die Zukunft von CBD in der Schweiz

Die Schweiz ist in Bezug auf CBD Produkte ein Vorreiter in Europa und bietet rechtliche Rahmenbedingungen, die flexible Anwendungsmöglichkeiten ermöglichen. Dennoch erfordert der Markt ständige Beobachtung und Anpassung, um mit den internationalen Entwicklungen Schritt zu halten. Die fortgesetzte Forschung und potenzielle rechtliche Anpassungen könnten die Nutzung von CBD weiter vorantreiben und gleichzeitig einen seriösen und sicheren Markt für Konsument:innen garantieren. Die Zukunft von CBD in der Schweiz bleibt spannend und vielversprechend, besonders für diejenigen, die in diesem Bereich fundiertes Wissen und innovative Anwendungen suchen.

Im Zentrum steht dabei die Balance zwischen Zugänglichkeit, Sicherheit und Transparenz. Für Konsument:innen ist es wichtig, sich nicht allein auf Werbeaussagen zu verlassen, sondern auf klare Kennzeichnung, nachweisbare Qualität und seriöse Informationsquellen zu achten. Anbieter sind gefordert, ihre Verantwortung ernst zu nehmen, rechtliche Vorgaben konsequent umzusetzen und offen über Möglichkeiten und Grenzen von CBD Produkten zu kommunizieren. So kann sich der Schweizer CBD Markt langfristig als verlässliches Umfeld etablieren, in dem interessierte Personen fundierte Entscheidungen treffen und CBD bewusst in ihren Alltag integrieren können.

Häufig gestellte Fragen

Ist CBD in der Schweiz legal?

CBD ist in der Schweiz grundsätzlich legal, solange Produkte den maximal zulässigen THC-Gehalt von 1 % nicht überschreiten und korrekt deklariert werden. Je nach Zweckbestimmung und Aufmachung fallen CBD Produkte jedoch unter unterschiedliche Rechtsbereiche (z.B. Kosmetikrecht, Tabakersatzprodukte, Chemikalienrecht oder Arzneimittelrecht). Besonders wichtig: CBD darf derzeit nicht als Lebensmittel in Verkehr gebracht werden, da hierfür keine entsprechende Zulassung besteht. Wer CBD nutzen möchte, sollte deshalb auf die Produktkategorie und Kennzeichnung achten und im Zweifel zusätzliche Informationen bei seriösen Quellen oder Fachpersonen einholen.

Worauf sollte ich beim Kauf von CBD Produkten in der Schweiz achten?

Achten Sie auf eine klare Deklaration der Inhaltsstoffe, den angegebenen CBD- und THC-Gehalt, eine nachvollziehbare Hersteller- oder Importeursadresse sowie Chargennummern und gegebenenfalls vorhandene Laborberichte. Seriöse Anbieter informieren transparent über Herkunft des Hanfs, Extraktionsmethode und Qualitätssicherung. Vorsicht ist geboten bei übertriebenen Heilsversprechen, fehlenden Kontaktangaben oder unklarer rechtlicher Einordnung (z.B. als Lebensmittel). Im Zweifel lohnt sich ein Vergleich mehrerer Quellen sowie die Rücksprache mit Fachpersonen aus Gesundheitswesen oder Apotheke, insbesondere wenn bereits Erkrankungen bestehen oder Medikamente eingenommen werden.

Darf ich CBD Produkte medizinisch einsetzen?

Frei verkäufliche CBD Produkte sind in der Regel nicht als Arzneimittel zugelassen und dürfen nicht mit medizinischen Heilversprechen beworben werden. Sie sind daher nicht als Ersatz für eine ärztliche Diagnose oder Therapie gedacht. Ein gezielter medizinischer Einsatz von Cannabis oder Cannabinoiden, insbesondere mit THC, erfolgt in der Schweiz im Rahmen definierter rechtlicher Vorgaben und unter ärztlicher Verantwortung. Wenn Sie CBD bei gesundheitlichen Beschwerden einsetzen möchten, sollten Sie dies unbedingt mit einer Ärztin oder einem Arzt besprechen, um realistische Erwartungen zu klären, Wechselwirkungen mit bestehenden Medikamenten zu prüfen und gegebenenfalls eine passende medizinische Therapie zu planen.

Quellen

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